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 You can find the following albums on iTunes and other digital platforms:                                        Quiet Moments, Dark Side, Obsessive Piano I, Obsessive Piano II

 

"BACH - HINDEMITH", "Quiet Moments", "Blüten der Romantik", "Requiem für Franziska" as AUDIO-CD: distribution: www.novamd.de /Harry Brühler, Tel. +49 (0) 861 166 17 56


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Discography:

20.) Requiem für Franziska (ff011, 2018, EAN 0635131911613) RELEASE MAY 2018!

19.) Blüten der Romantik (Klavierwerke von Boulanger, Chopin, Debussy, Ravel, Satie, Schubert, Schumann), (ff010, 2018, EAN 0635131911620) RELEASE MAY 2018!

18.) new digital edition: Into the Light: Concert for Piano, Voice and Live-Electronics (ff007, 2018, EAN 0635131911651) RELEASE MAY 2018! 

17.) new digital edition: 95-99: Verschränkungen, Elektroakustische Musik (ff004, 2018, EAN 0635131911644) RELEASE MAY 2018! 

16.) new digital edition: Burn! Concerto for Piano and Live-Electronics (ff006, 2018, EAN 0635131911637') RELEASE MAY 2018!

15.) BACH – HINDEMITH (ff009, 2017, EAN 0635131911606)

14.) Quiet Moments (ff008, 2016, EAN 0635131911569)

13.) new digital edition: dark side (ff003, 2016, EAN 0635131911576)

12.) new digital edition: obsessive piano two (ff002, 2016, EAN 0635131911590)

11.) new digital edition: obsessive piano one (ff001, 2016, EAN 0635131911583)

10.) Die Musik zur Heilung der Mitte (Ennsthaler 2014)
9.) bright side (ORF-CD, 2009) 
8.) into the light (ff007, 2008)
7.) quiet nights (ORF-CD 377, 2004)
6.) burn! (ff006, 2001)
5.) Vienna Concert 2000 (ex 476-2, 2000)
4.) dark side (ff003, 2000)
3.) obsessive piano part two (ff002, 1999)
2.) obsessive piano part one (ff001, 1998)
1.) 95-99 (ff004, 1996-99)

 

 

 

 

20.) REQUIEM für Franziska (ff011, 2018, EAN 0635131911613) RELEASE MAY 2018 digital and as Audio-CD!

 

                 

Booklet-Text „Requiem“

Franziska Helmreich, alias Franzl, eine liebe Freundin und Wegbegleiterin der letzten nun schon fast zwanzig Jahre, zeitweilige Heimatgeberin für meinen Flügel in verworrenen Lebenszeiten, Ideen- und Inspirationsgeberin für die großartigsten und konsequenterweise nie realisierten Projekte, personifizierte Schulter zum Anlehnen und immer alles Verstehende, nie böse werdende ewige gute Seele, wollte von mir ein Requiem, eine Totenmesse, aber nicht, weil sie vor hat oder hatte, in nächster Zeit zu versterben, sondern, weil sie sicher gehen wollte, dass sie dieses auch zu Lebzeiten hören würde. Warum sollten sich nur die Trauernden bei ihrer Totenfeier der Musik erfreuen? Was hätte dann sie davon? Also, liebe Franzl, hier Dein Requiem! Wie geht man nun als heute lebender Komponist mit so einem Auftrag um, wenn nicht gerade ein Orchester, ein großer Chor und mehrere Solisten gleichzeitig vor der eigenen Haustür Schlange stehen, um endlich etwas Großes von einem aufzuführen, und das in einem großen Saal inklusive einer Orgel und eines Konzertflügels? Erstens kann man „Requiem“ als Metapher für „irgendeine Musik, die man zu einer Totenfeier, wahrscheinlich auch einer nicht-katholischen, spielen kann“, sehen, ähnlich den für eine Hammond-Orgel transkribierten und genau auf dieser dargebotenen Pop-Songs für den Einmarsch in die Kirche bei der Hochzeit oder den von Gitarre begleiteten Gesängen von Freunden und Angehörigen bei einer Tauffeier. Zweitens gibt es die Lösung, einen Interpreten zu wählen, der bei jeder oben genannten Feier anwesend oder leicht organisierbar ist: die Stereo-Anlage zu Hause oder die PA-Anlage in größeren Räumen oder Sälen, wobei PA für „Public Address“ steht, und das wiederum bedeutet eine Beschallungsanlage, die zur Wiedergabe von Musik oder Sprache für ein Publikum dient. Die Stereo- und die PA-Anlage mit ihren Boxen sind die Interpreten von aufgezeichneter Musik, wie man sie auf CDs hat oder auf Computern speichert. Aus Kostengründen und weil Franzl ja nichts davon hätte, wenn ich ihr die geschriebenen Noten für ebendieses große Chor-Orchester-Orgel-Klavier-Werk in die Hand drücken würde, entschied ich mich für die CD als Medium dieses Requiems. Der Vorteil liegt auf der Hand: Nicht nur Franzl hört die Musik, wenn sie diese auflegt, nein, auch Sie zu Hause können sich nun dieses Werk anhören! Und dann ging ich ans Werk und überlegte einmal: Was kann ich an Instrumenten selber spielen und aufnehmen? Da wären einmal das Klavier, das Cello, die Gitarre, die eigene Stimme, Flöten, Schlagwerk, Synthesizer, alles in meinem Klavierstudiozimmer vorhanden und bereit für Aufnahmen. Alles weiter Benötigte, wie weitere Streicher, Holzbläser, Chor, Sopran- und Tenorstimme, Geräusche, konnte ich bei Freunden und Bekannten aufnehmen beziehungsweise mit dem Computer generieren. Der Computer war sozusagen der Ort, wo sich dann alles traf: die akustischen Klänge ebenso wie die synthetischen Klänge, die modernen Rhythmen ebenso wie alle heute möglichen Effekte, welche natürlicherweise nicht vorkommen, wie Verzerrung (kennt man seit Jimi Hendrix auf seiner Gitarre ...), welche natürlicherweise nur als Tinnitus, Ohrgeräusch, existiert, Hall, Echo oder klangverändernde Algorithmen. Sobald mein gesamtes Orchester angetreten war, konnte ich beginnen zu schreiben, als Noten, als Skizzen, als konzeptionelle Improvisationen, und das dann Stimme für Stimme am Computer in ein Programm eingeben, was optisch auch einer Partitur sehr nahe kommt, mit dem Vorteil, dass, wenn ich auf „Play“ drücke, auch gleich die Musik erklingt. Was für eine Offenbarung das für einen heutigen Komponisten ist, die Musik nicht einfach nur als Noten zu schreiben, sondern sie dann gleich auch hören zu können! Es eröffnet uns unendlich viele Möglichkeiten. Das, was wir Komponisten alle wollen, ist, unsere Vorstellung von einem Klang und einem Musikstück umzusetzen. Nicht selten hatte ich als Kompositionsstudent Aufträge von merkwürdig zusammengewürfelten Ensembles (wie vier Querflöten und ein Klavier, mikrotonales Blechbläserquintett), weil es genau für solche Besetzungen keine oder wenig Literatur gibt. Wenn es dann so weit war, dass die Musiker mein Stück spielen konnten, war der Moment gekommen, um meine Vorstellung, die ich davor beim Schreiben gehabt hatte, zu überprüfen. Oft war ich überrascht, wie wunderschön das klingt, was aber vielleicht gar nicht meiner ursprünglichen Vorstellung entsprochen hatte, oder es war einfach nur furchtbar ...! Mit dem Computer kann ich alles ausprobieren und dadurch ständig meine Vorstellungen erweitern, ohne einen einzigen Musiker zu quälen! Und wenn ich dann für „reale“ Musiker schreibe, können diese sicher sein, dass das Stück durchgehört ist und funktioniert ... Ein Requiem zu schreiben macht etwas mit einem selbst, zumindest mit mir: Unweigerlich muss man sich mit dem Sterben und dem Tod beschäftigen, und da habe ich als Arzt einen gewissen „Heimvorteil“. Auch wenn es in meinem ärztlichen Beruf um die Leiden anderer geht, hinterfragt man seine eigene Existenz ganz anders, erkennt man den unschätzbaren Wert des Lebens und weiß um den Wert der Zeit. So muss ich immer wieder an einen „neunzigsten“ Geburtstag denken, zu dem mich eine Patientin eingeladen hat: Es war die gemeinsame Geburtstagsfeier von ihr zu ihrem Dreißiger und ihrem Vater zu seinem Sechziger. Bei seiner Rede sagte der Vater: „Ich verstehe das gar nicht, dass ich jetzt hier stehe und meinen sechzigsten Geburtstag feiere. Eigentlich war ich doch gerade noch ein junger Bub ... Wo ist all die Zeit hin verschwunden ...?“ Dieses Requiem zu schreiben, auch wenn es für Franzl war, war etwas sehr Persönliches. Ich habe für mich selbst geschaut, was wichtig war in meinem Leben, welche Themen, welche Art von Musik, was hat mich berührt und was geprägt, welche Gefühle waren entscheidend, welche Vorstellungen. So sind diese sieben Sätze entstanden, die man grob in zwei Teile unterteilen kann: 1.) Vita, lateinisch für „das Leben“, mit den Sätzen Gloria, Miserere, Credo; 2.) Post vitam, lateinisch für „nach dem Leben“, mit den Sätzen In pace, In aeternum, Cor, Lux. Ich halte mich bei dieser Einteilung nicht an die klassische Liturgie der katholischen Kirche, sondern beschreibe sieben Zustände, die meines Erachtens ganz wichtig sind in unserem Leben: 1.) Gloria (ID 1) steht für Ruhm und Ehre und meint in der Liturgie die Ehre Gottes und die Herrlichkeit der Schöpfung Gottes und damit der Schönheit unserer Welt. Dieses Strahlen soll in der Musik ausgedrückt werden, ebenso wie die reine Kraft, für Ruhm und Ehre zu leben und zu sterben (heute würde man vielleicht den Begriff der Anerkennung und der Akzeptanz nehmen). 2.) Miserere (mei, Deus, ID 2), „erbarme Dich meiner, Gott“, spricht die Barmherzigkeit und das Mitleid, traditionell Gottes, an und meint auch, uns Menschen aus dem Elend der Sünde und des Weltlichen zu befreien. Das Leid im Leben zu meistern ist wohl eine der großen Herausforderungen des menschlichen Lebens, auch das Leid, im Sterben sich von allem Irdischen frei zu machen und Menschen, Gefühle, Materielles und sein eigenes Sein loszulassen. 3.) Credo (unum deum, ID 3), „ich glaube an den einen Gott“, spricht das Glaubensbekenntnis der christlichen Kirche an, meint hier aber im übertragenen Sinne den Glauben allgemein, den man im Leben braucht, um nicht zu verzweifeln, um Vertrauen in sich und die Welt aufzubauen. Der Glaube inkludiert die Hoffnung, dass man auch schwierige Situationen des Lebens meistert und übersteht, und auch, dass es nach dem irdischen Leben in irgendeiner Form weitergeht und dass das eigene Leben einen Sinn im Gesamtverbund des Universums gehabt hat. Gloria und Credo liegt musikalisch meine eigene Stimme, in Elektronik verfangen, verzerrt und rhythmisiert, zugrunde. Die eigene Stimme ist wohl unser persönlichstes Instrument, das auch die persönliche Verbundenheit in diesem Werk ausdrückt. Das Fundament des Miserere ist mein Klavierspiel mit meditativen, schnellen Tonfolgen am unteren Ende der Klavierskala. Das Credo mag gar nicht enden, trotz all der „Verzerrungen“ und Zwischenklänge (des Lebens). Trotz der Zweifel und des Leids gewinnen der Glaube und die Hoffnung, sodass der irdische Tod überwunden wird und Frieden einkehrt. In pace (ID 4) bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt „in Frieden“ und leitet musikalisch den zweiten Teil, „Post vitam“, nach dem (irdischen) Leben, ein. Der Tod ist eine Pforte „woandershin“. Je nach Konfession und weltanschaulicher Ausrichtung ist das „Danach“ entweder mehr  bildhaft (wie „Himmel“ in der christlichen Religion oder „Walhalla“ bei den Wikingern) oder zuständlich (das große Eins, das TAO, in der chinesischen Tradition oder das alles umfassende Nichts, das Nirvana in der indischen Tradition) beschrieben. Immer lassen wir beim Durchschreiten dieses Tores alles Irdische, wie auch die Schmerzen und das Leid, zurück, sodass Friede und Klarheit, wie man es auch oft bei gestorbenen Menschen in ihrem Gesicht sieht, entstehen. Musikalisch verwende ich ein einfaches Quart- und Quint-Thema, das ich durch alle vier Sätze in einfacher thematischer Arbeit wandern lasse und am Ende in Quintfolgen in die Höhe auflöse. In aeternum (ID 5), „in Ewigkeit“, festigt den Frieden und bringt ihn quasi in eine Schleife, mit sich immer wiederholenden gleichen Tönen und musikalischen Motiven, um das Gefühl der Ewigkeit zu erzeugen. Cor (ID6), lateinisch für „Herz“, steht für all die Freude und den Sinn und das wunderbare Feuer des Herzens, das wir in unserem Leben erfahren durften. Mein persönliches Cor ist das Klavierspiel, sodass ich hier ein Solo-Klavierstück geschrieben habe, welches von dem „Post vitam“-Thema lebt und sich mehr und mehr in die Freiheit und die Höhe begibt, ganz so, als ob es wegschweben würde, um dann direkt in den letzten Satz, Lux (aeterna, ID7), das (ewige) Licht, den klassischen letzten Teil einer Requiemkomposition, überzugehen. Am Anfang dieses Satzes „hört man“ das Licht, wie es knistert und Wärme spendet, in der Mitte gibt ein befreiender D-Dur-Dreiklang alle Spektren des Lichts frei und wandert gegen Ende über das gehauchte Spiel der Streicher an der Quint-Leiter immer höher und höher.

Vielleicht geben Ihnen meine Worte ein paar Anregungen, wie man dieses Werk hören kann. Im Prinzip brauchen Sie diese Worte nicht, da ich die Hoffnung habe, dass meine Musik direkt mit Ihrem Herzen spricht! Und wenn ich noch eine Botschaft anhängen darf, dann jene, dass man keine Furcht vor dem Tod zu haben braucht und dass man bitte nicht seine wertvolle Lebenszeit an die Angst verschwendet, einmal krank zu werden und sterben zu müssen. Das Gegenteil von Angst ist Vertrauen. Wenden Sie sich dem Vertrauen zu, nicht der Angst, geben Sie ihr keinen Platz, dann kann der wunderschöne lateinische Satz, von dem das Wort „Requiem“ abgeleitet ist, wahr werden: „Requiem aeternam dona ei, Domine: et lux perpetuat luceat ei.“ Die ewige Ruhe schenke ihm, Herr: Und das ewige Licht leuchte ihm. (English version of this text coming soon!)

 

Georg Weidinger, 4. April 2018

19.) Blüten der Romantik (Klavierwerke von Boulanger, Chopin, Debussy, Ravel, Satie, Schubert, Schumann), (ff010, 2018, EAN 0635131911620) RELEASE MAY 2018 digital and as Audio-CD!

 

               

Eine Musiker-Geschichte (Booklet-Text)

„Das Leben ist das, was einem passiert, während man auf die Erfüllung seiner Träume wartet“. Als Kind wollte ich „Geschichtenerzähler“ werden. Ich träumte davon, dass mir andere zuhören und sich von mir in andere Welten entführen lassen. Meine Legasthenie stand mir da im Wege, nicht, dass ich deshalb nicht erzählend schreiben konnte, sondern deshalb, weil meine Lehrer immer sagten, dass, so wie ICH schreibe, ich wohl nie ein Schreiberling werden könnte. Naja, dann wenigstens Musik machen und schreiben war meine vorläufige Lösung. Ich war sieben Jahre alt, als meine Klavierlehrerin mein Talent erkannte, dass ich alle Töne, die sie am Klavier anschlug, benennen konnte, von der Tonhöhe her. Das gefiel ihr derart, dass sie Eltern anderer Schüler einlud, um ihnen mein Kunststück vorzuführen. Absolutes oder nicht absolutes Gehör, ganz egal, es verschaffte mir den Vorteil, dass ich fortan nicht mehr wirklich üben musste: Zu groß war der Stein im Brett, den ich bei meiner Lehrerin hatte. Außerdem war ich noch immer damit beschäftigt, alle Boogie-Woogies und Blues, welche mein Vater zu Hause von sich gab, zu üben und zu lernen, was übrigens mit zehn Jahren in einen absoluten Boogie- und Blues-Hass umschlug. Ich zog es dann vor, vor allem Bartók und für meine Eltern vergleichbar befremdliche Stücke zu spielen, wohl als erste vorpubertäre Auflehnung gegen das nicht minder befremdliche Elternhaus. Und der Stein im Brett? Er führte dazu, dass ich nicht wirklich üben musste! Das Wohlwollen meiner Klavierlehrerin war mir gewiss! Auch entwickelte ich eine zunehmende Sturheit, was meine Art zu spielen anging. Ich hatte ja keine Ahnung, wie was zu spielen war, glaubte es aber zu haben und vertrat es vehement, immer mit dem Hintergedanken, zu verschleiern, dass ich nicht geübt hatte. So waren die Klavierstunden vollgefüllt mit eigentlich sinnlosen weil haltlosen Diskussionen über Interpretationen von Stücken, die ich nicht beherrschte. Dem befremdlichen Elternhaus durch das Internat noch weiter entrückt erhielt ich eine Klavierlehrerin zugeteilt, mit der ich dachte, meine Interpretationsarroganzen weiter fortführen zu können, was bis zu einem gewissen Punkt auch gelang. Jedoch war der Stein im Brett weg und ich sollte nun regelmäßig das Klavierspiel üben. Vor einem von meiner Lehrerin geplanten „wichtigen“ Vorspiel erreichten mein Übungspensum und meine Dehnungsbemühungen, in Schumannscher Manier die Finger in unnatürlicher Weise zu größeren Griffen zu zwingen, Ausmaße, die meine bereits fundierten autodidaktisch-medizinischen Erkenntnisse – Kind eines Ärztehaushaltes und Selbstheilungsasthmatiker –  aufs Tapet riefen, und wobei ich meiner Lehrerin meine Tendovaginits der rechten Unterarmstrecksehnen, überlastungsbedingt,  vorwurfsvoll und mitleiderregend zur Schau stellte. Durch neuerlichen Schulwechsel und „verletzungsbedingt“ entging ich endlich dem Plan meiner Lehrerinnen, aus mir einen Pianisten zu machen. Abfällig sprach ich, nun doch schon vierzehnjährig, von den Interpreten, zumal ich mich als Komponist definierte und lieber seitenweise Klavierstücke auf leere Notenblätter kritzelte. Bei anderen hingen wohl Bilder von Rockbands und Popmusikern im Zimmer, bei mir Darstellungen von Franz Schubert. Wie sehr spürte ich sein Leid,  wie groß war der Wunsch ihm nachzueifern, also in Bezug auf den sintflutartigen Schaffensdrang, nicht in Bezug auf seinen syphilitischen Gesundheitszustand. Mein Asthma, welches von Jahr zu Jahr stärker wurde, erleichterte es mir, mich mehr und mehr von Menschen zurückzuziehen, mich in meiner selbstkonstruierten Welt der Komposition zu verlieren und mein „Klavierzimmer“ zu meinem Universum zu erklären. Mit 15 Jahren „erfand“ ich die Ganztonleiter und war zunächst unendlich enttäuscht, dass Debussy 100 Jahre davor diese auch schon gefunden hatte. Doch seine Musik erweiterte mir meinen Horizont unendlich und ich machte mich mehr und mehr auf die Suche nach den neuen Klängen, den neuen Möglichkeiten, musikalische Gedanken und Stimmungen auszudrücken. Musik sollte berühren, dachte ich, und romantische Musik, beginnend mit Schubert, berührte mich sehr. Doch die Sprache war alt und verbraucht, so dachten wir jungen Komponisten damals alle, und so fand ich neue Wege, unter anderem in meiner „Geräuschmusik“, bei der ich ständig mit einem Bandaufnahmegerät herumlief und einfach alles, was mir akustisch begegnete, aufnahm. Meine daraus komponierten Stücke, wenn ich dann doch einmal mein Kämmerchen verließ und sie jemandem vorspielte, erzeugten Befremdung und nicht, wie erhofft, tiefe Gefühle und prägten wohl meine ersten Nicht-Erfahrungen mit Frauen. „Interessant“ ist so ein Wort meiner späten Teenagerzeit, das ich, andere nötigend, meine Musik anzuhören, in diesem Zusammenhang oft hörte als Einleitung zu einem überstürzten Fluchtversuch. Mit jeder Faser meiner Existenz wollte ich Musiker sein. Mit jeder Möglichkeit elterlicher Macht wollte vor allem mein Vater das verhindern. Andererseits musste ich endlich mein Asthma loswerden, um auch wieder auf eine Bühne treten zu können, ohne gleich zu ersticken. Und so fand sich der Kompromiss des Medizinstudiums, so ausformuliert, dass ich alles tun und lassen konnte, was ich wollte, solange ich bei diesem Studium ausgezeichnete Leistungen erbrachte. So entwickelte sich mein Leben von Kindheit an als skurrile Mischung aus medizinischen Selbstversuchen (wie ich ausführlich in meinem ersten Buch „Die Heilung der Mitte“ dargestellt habe), zumal mein Vater, selbst Arzt, meine Erkrankung vollkommen ignorierte, musikalischen Grenzerfahrungen und elterlich-gesellschaftlichen Kompromisskonventionen. Das Resultat war schließlich, dass ich in einem Medizin- und drei Musikstudien landete, wobei letztere bei mir den Eindruck hinterlassen haben, mir nie auch nur im Ansatz eine vernünftige Antwort für mein (zur damaligen Zeit vielleicht auch etwas unverständlich formuliertes) musikalisches Forschen gegeben zu haben. Was ich auf den Tod nicht ausstehen konnte war die Verschwendung der Zeit, womit gleich zwei meiner Lebensthemen angesprochen sind: Der Tod, den ich krankheitsbedingt immer als sehr nahe und fast freundschaftlich empfunden habe, und die Zeit: Durch die vielen Studien hatte ich immer das Gefühl, eines meiner Studien zu vernachlässigen. Ich musste mich oft in der Medizin sehr beeilen mit einer Prüfung, damit ich dann endlich wieder Zeit für das Klavier oder das Musikschreiben hatte. Ich entwickelte verschiedenste Strategien der Zeitoptimierung für mein Leben. So zum Beispiel übte ich das Klavierspielen auf eine sehr effiziente Art und Weise: Ich lernte zunächst die Noten am Schreibtisch auswendig, markierte mir dann die technisch anspruchsvollen Stellen und übte am Klavier zunächst nur diese. Das Stück habe ich dann im Ganzen erst für den Lehrer in der Klavierstunde oder beim Vorspiel auf der Bühne zusammengebaut. Mein Ideal des Klavierübens, nämlich während der Präsentation eines Stückes auf der Bühne dieses im gleichen Moment erstmalig und bis zur Perfektion zu spielen, habe ich bis heute nicht erreicht ... Mit 21 Jahren fühlte ich mich so unendlich alt und hatte doch noch kaum etwas geschaffen, was einer Nachhaltigkeit gleichkäme – mein Minderwertigkeitskomplex erachtete meine bis dato geschriebenen unzähligen Klavierstücke, Gitarrenstücke, Lieder sowie mein Musical, bezeichnenderweise als „Requiem“ benannt, als null und nichtig – so dachte ich damals. Ich musste einfach besser werden, den Leitsatz meines Vaters ständig im Kopf: „Egal, was Du machst, Du musst der Beste sein! Und wenn Du bei der Müllabfuhr landest, musst Du der Beste sein!“ (Ich frage mich heute, worin eigentlich mein Vater der Beste war ...?) Mit 20 Jahren zum Beispiel hatte ich mich alleine auf die Aufnahmeprüfung des Konservatoriums in Wien vorbereitet, einen Sommer lang, drei Monate, mehr Zeit wollte ich mir dafür nicht zugestehen. Die Kandidaten verließen so im Drei-Minuten-Takt den Vortragsraum, den Ort der Prüfung, oft tränenverschmiert (wie geht sich in so kurzer Zeit spielen und weinen aus ...?), den Vortragsraum. Als „W“ wie Weidinger kam ich ziemlich spät dran, sodass ich dieses Schauspiel lange befremdet beobachten konnte, und wunderte mich dann, dass ich eine Stunde lang vorspielen durfte, ein Stück nach dem anderen, und noch mehr, als ich ein paar Tage später erfuhr, dass ich einer von 14 Kandidaten war (von insgesamt 627 Kandidaten), welche einen Platz in einer Klavierklasse bekamen. Nach einem Jahr wollte ich mehr und begann mit meinem Kompositionsstudium. Aber dort war auch nicht mehr für mich zu holen, und so fand ich schließlich auf der Musikuniversität das Studium der Elektroakustik, das wie ein Spielplatz für Menschen mit komischen musikalischen Ideen und Träumen war. Plötzlich war Musik ganz modern, nicht mehr nur ein Herumwühlen in der Musikgeschichte, sondern ganz aktuell mit Computerprogrammen zur Klangerzeugung und -verarbeitung und ausufernder Studiotechnik. Und die Musik, die wir erschufen, wurde erstmalig wertfrei betrachtet, nicht wie im Klavierstudium, wo die „perfekte Technik mit der perfekten Interpretation“, die auch ständig mit anderen verglichen werden konnte und auch wurde, angestrebt wurde, nicht wie im Kompositionsstudium, wo mein erster Lehrer mit einem Rotstift „Falsches“ durchgestrichen hat, weil es „zu tonal“ oder „zu sehr an den und den erinnernd“ oder „zu banal“ oder was immer war. Im konventionellen Musikstudium  ging es nie darum, ob die Musik jemandem „gefällt“ oder jemanden „berührt“, sondern nur darum, ob sie „richtig“ war, wobei einzig die Lehrenden das Monopol hatten, zwischen richtig und falsch zu entscheiden. (Übrigens gibt der Roman „Die Klavierspielerin“ von Elfriede Jelinek ein sehr gutes Stimmungsbild des Wiener Konservatoriums vor etwa 35 Jahren, ein Gefühl, das ich noch gut vom Konservatorium ein paar Jahre später kenne ...) Nicht so in der Computermusik. Da war auf einmal alles erlaubt, jeder Stil, ob Pop oder klassische Moderne, ob experimentell oder ein Auftrag eines Theaters oder einer Disco. Was zählte, waren die Qualität und das handwerkliche Können. Damals feierte ich auch meine ersten Wettbewerbsgewinne als Komponist, wenn auch das angesprochene Publikum klein, fein und leider an den Fingern einer Hand abzählbar war. Musik war nun keine Sprache mehr, die alle verstanden, obwohl ich doch so gerne erzählen und berühren wollte. Was blieb, war „interessant“. Das Leben passierte mit mir, angetrieben durch meine Neugier und den Wunsch, endlich gesund zu sein, den Traum des Geschichtenerzählers noch immer vor meinem geistigen Auge. Ich begann mit Worten zu schreiben, um Menschen begreifbar zu machen, wie der Körper funktioniert und was man tun kann, um gesund zu werden und zu bleiben, etwas, was ich in der harten Schule des „Ausprobierens und Schauens, was passiert“ meines Lebens von Kindheit an erlernen musste. Und ich schrieb über das Glücklichsein, wie man über einen gesunden Körper glücklich werden kann! Und ich wurde und werde gehört! Heute ist für mich der Spielplatz des elektronischen Musikmachens weit weg und schon lange her. Mein neuer alter Spielplatz ist das Klavier. Ich finde zu meinen Wurzeln zurück und darf heute in Konzerten und mit Aufnahmen Menschen berühren, so wie Sie mit dieser CD. Ich darf all jene Stücke spielen, die mein Leben und mein Werden geprägt haben. Zum Beispiel brachte mich eine meiner Klavierlehrerinnen am Konservatorium, Pia Söndergaard, auf Lili Boulanger, mit der ich mich heute tief verbunden fühle.  Ich war etwa 20 Jahre alt, als mir meine Eltern eine Schallplatte aus Frankreich von Ravels Klavierkonzert in G-Dur mitbrachten. Den Moment, als ich zum ersten Mal das Thema des ruhigen Satzes hörte, werde ich nie vergessen. Dieses Empfinden hoffe ich, für Sie, liebe Zuhörer, eingefangen zu haben (soweit man das ohne Orchester bei diesem Adagio kann ...). Schubert ist natürlich aus meiner Teenager-Zeit, ebenso wie all die Préludes von Debussy und die einzigartige Musik von Satie, nicht wegzudenken. Chopin mit all seinen wunderbaren Konzertetüden und seinen hochemotionalen Preludien haben mein Klavierstudium genauso geprägt wie schon Bach und auch Hindemith (was ich bereits als meine „Bach-Hindemith-CD verarbeitet habe ...). Und so schreite ich in der Vergangenheit der Musikgeschichte und auch meiner eigenen voran und entdecke eine „Blüte“ nach der anderen. Mit schnellem Tempo nähert sich mein fünfzigster Geburtstag und so ist es nicht verwunderlich, auch in Hinblick auf meine musikmedizinische Vergangenheit, dass ich wieder einmal abrechne, zwischenbilanziere und mit den Schicksalen der „großen Musiker“ dieser CD vergleiche. Noch immer rennt mir die Zeit davon, aber zum Glück schon ein bisschen langsamer. Wieder einmal wird mir bewusst, dass all das, was jemand im Leben erlebt und erleidet, sich unweigerlich in der Musik des jeweiligen Erschaffenden widerspiegelt ...:

Franz Schubert war schon ein paar Jahre tot, als Robert Schumann dessen Bruder Ferdinand besuchte. Ferdinand zeigte ihm Werke aus dem Nachlass, unter anderem die C-Dur-Symphonie. Tief bewegt von dieser großen Musik setzte sich Schumann für Schuberts Werk ein. Unter anderem wurde die C-Dur-Symphonie („Die Große“) 1839 im Leipziger Gewandhaus uraufgeführt, elf Jahre nach Schuberts Tod. Franz Schubert wurde 31 Jahre alt. Seine Krankheiten: Syphilis, an deren Spätfolgen er bis zuletzt laborierte, die ihn schwächte und so Raum für Typhus (damals als „Nervenfieber“ bezeichnet) gab, an welchem er 1828 verstarb. Die Impromptus schrieb er im Jahr vor seinem Tode. Sein Impromtus op. 90, Nummer eins (ID 10) überzeugt durch seine Unbeirrtheit, geradlinig und ohne zu schwanken in einem großen vereinenden Rhythmus festen Schrittes voranzuschreiten. Dabei begegnet uns all das, was Schuberts Musik so einzigartig macht: die Klarheit, die unverblümt Gefühle in uns entstehen lässt, ohne viele Noten, ohne viel romantisches Beiwerk, der widerspruchslose Wechsel zwischen Dur und Moll, zwischen „lieblich“ und „betrübt“, die Einfachheit, die mehr einem Weglassen unnötiger Töne entspricht als einer volkstümlichen Naivität. Robert Schumann wurde 46 Jahre alt, geboren 1810, im gleichen Jahr wie Chopin, dem er auch große Bewunderung zollte. Seine ewige Zerrissenheit, nach ein paar Semestern der Jurisprudenz von der Schippe gesprungen, als Dichter und Philosoph einerseits, besessener Pianist und Komponist andererseits hört man auf dieser Aufnahme schön im „Intermezzo“ des „Faschingsschwanks aus Wien“ (ID 5), geschrieben in Wien, vollendet in Leipzig. Aus den „Kinderzenen op. 15“ hört man auf dieser CD eine seiner berühmtesten Stücke, die „Träumerei“ (ID 4). Schumanns Krankheiten: wahrscheinlich auch wieder Syphilis, welche psychische Krisen und Suizidversuche bereits mit 23 Jahren erklären würden. Über die Jahre litt Schumann an Depressionen, „Gehöraffektionen“ (Töne, Akkorde und ganze Musikstücke tönten in seinem Kopf und ließen den Schlaf schwinden), Manie und Wahnvorstellungen. 1854 wurde Schumann nach einem in suizidaler Absicht durchgeführten Sprung in den Rhein, aus dem er errettet wurde, auf eigenes Verlangen in eine „Anstalt für Behandlung und Pflege von Gemütskranken und Irren“ in Endenich bei Bonn eingeliefert. Dort verstarb er, nach Essensverweigerung, völlig alleine, am 31. Juli 1856. Die romantische Klaviermusik hat niemand so geprägt wie Frédéric Chopin. Geboren wurde er 1810 im Herzogtum Warschau als Sohn einer Polin und eines Franzosen. Mit 20 Jahren verließ er Polen, um als Pianist in Paris, der musikalischen Metropole des 19. Jahrhunderts, Furore zu machen. All seine Kompositionen schließen das Klavier mit ein. Chopin erweiterte die Harmonik um hochdramatische Sequenzen, schrieb virtuoseste Passagen für das Klavier und wagte sich in bis dahin nie gehörte ekstatische musikalische Höhen, dafür beispielhaft auf dieser CD die drei Etüden op. 25, Nr. 1 (ID 2), op. 10, Nr. 3 (ID 7) und op. 10, Nr 9 (ID 9). Das Prélude op. 28, Nr. 4 (ID 3), sowie das Nocturne op. posthume 72, Nr. 1 (ID 16), sind wunderbare romantische Stimmungsbilder, das Prélude op. 28, Nr. 1 (ID 15) beginnt in einer naiv-romantischen Stimmung mit monotoner Rhythmik, welche  im Mittelteil als ekstatisch kompromisslose Urkräfte hervorbrechen, die wohl heutige Filmmusikkomponisten wie Hans Zimmer tief inspiriert haben, um dann im dritten Teil den ursprünglich als naiv-monoton empfundenen ostinaten Rhythmus des ersten Teiles in einem ganz anderen Licht schimmern zu lassen ... Frédéric Chopin wurde 39 Jahre alt. Seine Krankheiten: Tuberkulose und eine Pericarditis (Herzbeutelentzündung), die nach neuesten Erkenntnissen seinen Tod 1849 herbeigeführt hat. Wechseln wir zu den „Langlebigen“ auf dieser CD, die also das 50. Lebensjahr überschreiten durften: Sechs Jahre nach Schumanns Tod kam Claude Debussy (1862) in Saint-Germain-en-Laye in Frankreich zur Welt. Claude studierte ab dem 13. Lebensjahr am Pariser Konservatorium, primär mit der Absicht, Klaviervirtuose zu werden. Ein Freund und musikalischer Begleiter auf der Suche nach der Überwindung der gängigen musikalischen Konventionen war Eric Satie. Während Debussy die romantische Tradition fortsetzte und das Neue in Komplexität, Verschleierung von Rhythmik und dem Einsatz neuer Tonleitern wie der Ganztonleiter suchte, wählte Satie den Weg der Reduktion, Vereinfachung und Formlosigkeit, wie man bereits in dem Frühwerk der Gymnopédies (auf dieser CD Nr. 1, ID 11) erkennen kann. Sehr schöne Beispiele auf dieser CD für das Vortasten Debussys in neue romantische Gefilde sind drei der Préludes: „Voiles“ („Segel“, ID 12), bei dem man den Eindruck gewinnt, der Pianist hätte drei Hände, „Des pas sur la neige“ („Schritte im Schnee“, ID 13) sowie „La fille aux cheveux de lin“ („Das Mädchen mit den Flachshaaren“, ID 14). Debussy versieht seine Prélude mit einer Nummer am Anfang und schreibt den Titel des jeweiligen Stückes klein und in Klammer an das Ende des Stückes, wohl, um nicht programmatisch zu wirken und dem Zuhörer seine eigenen Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Diese CD beginnt übrigens mit dem wohl bekanntesten Stück Debussys, dem „Clair de lune“ aus der „Suite bergamasque“ (ID 1). Diese Suite hat Debussy 1890 geschrieben. Sie wurde aber erst 1905 veröffentlicht.  Sie zeigt, wie tief Debussy in der späten Romantik von Richard Wagner und Giuseppe Verdi verankert ist. Debussy wurde 55 Jahre alt. Seine Krankheit: Im Alter von 46 Jahren (1909) wurde bei Debussy Darmkrebs festgestellt. 1915 ließ er sich operieren, wobei diese Operation keine Besserung seines bereits deutlich angegriffenen Gesundheitszustandes brachte. Im letzten Jahr des ersten Weltkrieges, am 25. März 1918, erlag er seiner Krankheit. Satie wurde übrigens 59 Jahre alt. In seiner Einfachheit und Klarheit blieb er einzigartig in der Musikwelt. Sein Laster wurde auch sein Todesurteil: Satie war Alkoholiker, was ihm eine „Leberverhärtung“ bescherte. Die Todesursache am 1. Juli 1925: Leberzirrhose, kompliziert durch Pleuritis (Rippenfellentzündung). Der am längsten Lebende auf dieser CD ist Maurice Ravel. Er wurde 1875 in Ciboure in Frankreich geboren. Mit 14 Jahren wurde er an das Pariser Konservatorium aufgenommen mit dem ursprünglichen Gedanken, Pianist zu werden. Doch auf Grund seiner Faulheit musste er die Meisterklasse bald wieder verlassen. Mit 22 Jahren kehrte er ans Konservatorium zurück, um Komposition bei Gabriel Fauré zu studieren. Er wollte im ersten Weltkrieg dienen, war jedoch zu klein, um als Soldat anzuheuern und trat 1915 in den Sanitätsdienst ein. Seine Musik trägt den Impressionismus und die Romantik tief in das 20. Jahrhundert hinüber. Ein Beispiel dafür ist das Adagio des Klavierkonzerts in G-Dur, geschrieben in den Jahren 1929–1931, auf dieser CD als Klavier-Solo-Kurzversion, bei der ich den Bogen des Themas an der Stelle zu einem Ende führe, an der in den Originalnoten das Orchester mit einer Flöte einsetzt (ID 8). Tief, innig und bewegend ist diese einfache, klare Melodie. Maurice Ravel wurde 62 Jahre alt. Seine Krankheiten: In seinen 40er Jahren begannen unerträgliche Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit, welche verschiedensten Formen neurologischer Erkrankungen (wie Demenz oder der Demenzform Morbus Pick, einem Hirnschlag oder einem Hirntumor) zugeschrieben wurden. 1932 hatte Ravel als Taxigast einen Autounfall, welcher ihm eine Läsion der linken Großhirnrinde hinterließ, welche zu Sprach- und Auffassungsstörungen  führte mit der Konsequenz, dass Ravel keine Musik mehr machen oder schreiben konnte. Am 17. Dezember 1937 unterzog sich Ravel einer Schädeloperation auf Grund des Verdachts auf einen Gehirntumor, der sich nicht bestätigte. Äußerlich sah man bei geöffneter Schädeldecke lediglich eine Senkung der linken Hemisphäre, welche man mit einer Seruminjektion (!) zu behandeln suchte. Ravel erwachte nach der Narkose, um kurze Zeit später in ein tiefes Koma zu fallen. Er verstarb am 28. Dezember 1937. Tragisch und jung verstorben ist Lili Boulanger, geboren 1893 in Paris. Aus einer Musikerfamilie stammend hatten Lili und ihre Schwester Nadia von klein auf Kontakt zu Musikern, Schauspielern, Dichtern und Schriftstellern. Von klein auf litt Lili unter einer „chronischen Bronchialpneumonie“ sowie einem Morbus Crohn (einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung). Mit sechzehn Jahren fasste Lili den Entschluss, Komponistin zu werden. Mit 19 Jahren gewann sie als erste Frau, und das auch noch in diesem jugendlichen Alter, den wichtigsten Kompositionspreis Frankreichs, den „Grand Prix de Rome“, wodurch Lili über Nacht berühmt wurde. Wie besessen und als ob niemand sie aufhalten konnte, komponierte sie ohne Unterlass bis zu ihrem Tode am 15. März 1918 (zehn Tage von Debussys Tod). Sie verstarb vierundzwanzigjährig. Auf dieser CD spiele ich das tief berührende Stück „D’un vieux jardin“ („Von einem alten Garten“, ID 6), das Lili Boulanger mit 20 Jahren komponierte und eine Tiefe, Reife und Ernsthaftigkeit zeigt, die in der französischen Romantik verankert ist. 1917 erhielt sie noch eine Blinddarmoperation in der Hoffnung, diese könne ihre Bauchschmerzen und das ständige Fieber lindern. Jedoch wurde sie immer schwächer, langsam hauchte sie das Leben aus. Zuletzt diktierte Lili ihrer Schwester Nadia ihre letzten Werke. Nach Schilderung Nadias starb Lili „friedlich und gelöst“. Der Todestag von Lili Boulanger jährt sich heute, am 15. März, nun zum hundertsten Male (kurz vor dem hundertsten „Jubiläum“ des Todestages von Debussy am 25. März, dessen auch brav gedacht wird ...), weshalb ich ihr, „meiner Schwester der Lungenschwäche im Geiste“, diese Aufnahme widmen möchte ...

Das Leben passiert, unweigerlich, für uns alle. Gerade deshalb sollten wir nie aufhören zu träumen, sollten unsere Träume niemals vergessen, sollten wir immer die Erfüllung unserer Träume anstreben. „Sag mir, wovon du träumst, und ich sage dir, wer du bist!“, ist eine schamanische Weisheit. Ich habe das große Glück, heute mit fast 50 Jahren, ein unendlich reicher Mensch zu sein, nicht reich an Geld, das haben heute andere (aber das ist eine andere Geschichte ...), aber reich an Leben, an lieben Menschen um mich herum, an Kindern, reich, weil meine Frau neben mir liegt, wenn ich in der Früh aufwache, reich, weil alle gesund sind und ich auch, reich, weil ich frei bin zu tun, was ich möchte und reich, weil ich mich heute in mein Klavierstudiozimmer zurückziehen, üben und spielen kann wie und was ich will, und reich, weil Sie, liebe Zuhörerin und lieber Zuhörer, sich das Ergebnis anhören und ich Ihnen damit die Geschichte meines Lebens und all der Komponisten erzählen darf, deren Stücke ich hier spiele ...! (English version of this text coming soon!)

 

Georg Weidinger                                                                     Forchtenstein, am 15. März 2018

 

 

 

18.) new digital edition: Into the Light (Concert for Piano, Voice and Live-Electronics), (ff007, 2018, EAN 0635131911651) RELEASE MAY 2018!

                                       

 

17.) new digital edition: 95-99: Verschränkungen, Elektroakustische Musik (ff004, 2018, EAN 0635131911644) RELEASE MAY 2018!

                                   

 

16.) new digital edition: Burn! Concerto for Piano and Live-Electronics (ff006, 2018, EAN 0635131911637') RELEASE MAY 2018!

                                  

 

15.) BACH - HINDEMITH (klaviermusik.at ff009, Audio-CD release 21st of April 2017, digital release 30th of April 2017) EAN 0635131911606

            

                                                                                                                      high resolution photo

Im Sog der Zeitlosigkeit

 

Die Mehrheit seiner Bekannten und Freunde hat Georg Weidinger als zunächst als TCM-Allgemeinmediziner kennengelernt, also als Arzt, der seinen Schwerpunkt früh im Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin gesetzt hat und darin heute ein gesuchter Experte ist. Viele kennen ihn freilich auch von seiner anderen fachlichen Seite – der anderen innerhalb des einen einzigen Ganzen: als Komponisten und Pianisten. Und wer ihn schon einmal seine eigenen Stücke aus intensiven und leidenschaftlichen Jazzimprovisationen entwickeln gehört (und gesehen) hat, wird sicher nicht mehr differenzieren, ob nun die Medizin oder die Musik bei ihm an erster Stelle steht. Und wie er uns in den letzten Jahren immer wieder mit Neuem überrascht hat – man denke beispielsweise an seine rege Tätigkeit als Buchautor – so begegnet uns Georg Weidinger auf der vorliegenden CD einmal mehr mit einem Aspekt, der uns in dieser Form noch nicht (oder zumindest schon sehr lange nicht) begegnet ist: als Interpret klassischen Klavierrepertoires des Barockzeitalters und des 20. Jahrhunderts.

Hat man Johann Sebastian Bach (1685–1750) spätestens seit der Wiederentdeckung und Popularisierung seiner Musik, welche durch die Aufführung seiner Matthäus-Passion unter der Leitung Felix Mendelssohn Bartholdys in Berlin 1829 ausgelöst wurde, das Prädikat „zeitlos“ zugeordnet und dieses in der Folge mit ungebrochener Gültigkeit beibehalten, so wäre es gar nicht leicht, andere Titanen der Geschichte mit diesem Wort in Verbindung zu bringen. Zu sehr entzieht sich das Symbol des Perfekten, des Reinen dem Menschlich-Irdischen wie es allen Meistern von Haydn, Mozart und Beethoven bis in die unmittelbare Gegenwart zu eigen ist. Mit dieser Idealisierung übersehen wir freilich die durchaus sehr menschlichen Aspekte in der Biographie und wohl auch im Schaffen Bachs. Zum anderen ist verblüffend, wie manches Werk eines anderen Komponisten, das keineswegs ständige Präsenz in den Konzertsälen genießt, durchaus konsequente Analogien zu Bach-Kompositionen aufweist und sich damit auch in die Nähe dieses „Zeitlosen“ begibt.

Eine solche, im ersten Moment überraschende, im zweiten jedoch völlig „logisch“ wirkende Verbindung präsentiert uns Georg Weidinger mittels der Verzahnung von Sätzen aus dem Wohltemperierten Klavier von Johann Sebastian Bach mit Stücken aus dem Ludus tonalis von Paul Hindemith (1895–1963). Die meisten Musikfreunde wird beim Anhören dieser CD vermutlich der quasi selbstverständlich wirkende Übergang zwischen den Sätzen Hindemiths und Bachs überraschen, ja, man könnte eventuell sogar meinen, hierbei mit einem einzigen großen Werk konfrontiert zu sein. Kein Klavierschüler, der nicht im Lauf seiner Ausbildung mit dem Wohltemperierten Klavier konfrontiert würde. Zumindest dessen erster Teil gehört zum internationalen Unterrichtsrepertoire. Gleichzeitig gehören diese Stücke aber auch zum Standardrepertoire beinahe aller Konzertpianisten, enthalten sie doch über das rein Spieltechnische hinaus so viele Elemente, an denen ein Künstler sein ganzes Leben hindurch zu reifen vermag. Sowohl der erste Teil von 1722 als auch der zweite Teil von 1740/42 enthalten jeweils 24 Präludien und Fugen von sehr unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad in sämtlichen Dur- und Moll-Tonarten. Obwohl es gelegentlich zyklische Aufführungen der beiden Bände gibt, hat sich doch in der Praxis ergeben, dass Pianistinnen und Pianisten ihre individuelle Auswahl einer kleineren Gruppe aus den insgesamt 48 Stücken treffen und diese in ihren Programmen darbieten.

Auch wenn er beim breiteren Publikum nie dieselbe Popularität erlangte wie Bachs Werk, stellt Hindemiths Ludus tonalis („tonales Spiel“) von 1942 doch eine bemerkenswerte Analogie zum Wohltemperierten Klavier dar. Auch hier finden sich zwölf Fugen, die durch elf Interludien verbunden und von einem Präludium und einem Postludium umrahmt werden. Anders freilich als Bach wendet Hindemith in seinem Zyklus nicht die über Jahrhunderte gepflogenen Dur- und Moll-Leitern an, sondern seine eigenen auf den einzelnen Grundtönen der chromatischen Tonleiter basierenden Reihen, wodurch zwar ein Festhalten am „tonalen Denken“ erfolgt, trotzdem jedoch gleichzeitig ein sich mit gewohntem Hörverständnis reizvoll reibender Eindruck entsteht.

Den Beschluss der Aufeinanderfolge von Sätzen aus dem Ludus tonalis und dem Wohltemperierten Klavier bilden zwei komplette Werke von Bach und Hindemith. Zunächst die dritte der Englischen Suiten, die Bach vermutlich 1715, also einige Jahre vor dem Wohltemperierten Klavier komponiert hat und die von ihren Interpreten mindestens so hohe Virtuosität verlangen wie dieses. Der Titel lässt sich heute nicht konkret erklären. Eine vermutete Bezugnahme auf den damaligen englischen Cembalostil lässt sich ebenso wenig erhärten wie ein britischer Auftraggeber. Inhaltlich begegnen wir einer Abfolge von im Barock üblichen Tanzformen, die sich an ein einleitendes Prélude anschließen und Spieler wie Zuhörer der damaligen Zeit ebenso wie heute durch unmittelbar vertraute musikalische Muster erfreuten und ansprechen.

Schließlich ein weiteres Hindemith-Werk, das sich wie selbstverständlich und aus einem Guss an das Vorangegangene fügt: die Sonate für Klavier Nr. 1 A-Dur. Sie entstand 1936 und erhielt ihre Inspiration durch das Hölderlin-Gedicht „Der Main“: vielleicht auch eine bewusste Verneigung vor der deutschen Kultur, die zu dieser Zeit bereits vom nationalsozialistischen Regime in grober Verzerrung missbraucht wurde. Wie viele Intellektuelle sah sich auch Hindemith zum Verlassen des Landes veranlasst, sodass das Werk primär in der Türkei komponiert wurde. Musikalisch weist nichts auf eine konkrete Ausdeutung des Textes, vielmehr mag man darin auch eine Aufforderung erkennen, zum Verlauf der Musik über eine absolute Sichtweise hinweg im Kopf auch eigene fantasievolle Bilder zu entwickeln. Und wer weiß, vielleicht ähneln diese Bilder letztlich sogar stark dem, was sich der Interpret während der Einspielung gedacht hat und in seine Interpretation einfließen ließ.

 

Christian Heindl

 

 

In the Wake of Timelessness

 

The majority of his friends first became acquainted with Georg Weidinger as a TCM general practitioner, a doctor, who had a focus on traditional Chinese medicine. Today he is a sought-after expert. Many, of course, also know him from his other professional side – the other side within one single whole: as a composer and pianist. Whoever has already listened to him (and seen him) developing his own pieces out of intense and passionate jazz improvisations, will surely no longer differentiate whether medicine or music is his first priority. And as he has always surprised us in recent years – I am just mentioning his lively activity as a book author – Georg Weidinger once again encounters us on the present CD with an aspect which have not known from him yet in this form (or at least not for a very long time): As an interpreter of classical piano repertoires of the Baroque period and the 20th century.

Since the re-discovery and popularization of Johann Sebastian Bach (1685–1750), which was triggered in 1829 by the performance of his St. Matthew Passion under the direction of Felix Mendelssohn Bartholdy, Bach’s music had been assigned the title "timeless", which has still unbroken validity. It would not be easy to connect other titans of history with this word. The symbol of the perfect, the pure might be too far away from the human-earthly that we can associate with masters like Haydn, Mozart, and Beethoven. With this idealization we overlook, indeed, the very very human aspects in the biography and probably also in the work of Bach. On the other hand, it is astonishing how many a work of another composer, which is by no means always present in the concert halls, has very consistent analogies to Bach compositions, and thus also comes close to this "timeless".

Georg Weidinger presents us with such a combination of movements from the well-tempered piano by Johann Sebastian Bach with pieces from the Ludus tonalis by Paul Hindemith (1895–1963), which is surprising in the first moment, but which is completely "logical" in the second. When listening to this CD, most lovers of classical music will probably be surprised by the almost self-evident transition between Hindemith's and Bach's movements. Indeed, one might even think of being confronted with just one single great work. No piano pupil, who would not be confronted with the Well-Tempered Clavier during his education. At least its first part belongs to the international teaching repertoire. At the same time, however, these pieces also belong to the standard repertoire of almost all concert pianists, as they contain so many elements beyond the mere playfulness that an artist can mature throughout his life. Both the first part of 1722 and the second part of 1740/42 each contain 24 preludes and fugues of varying degrees of difficulty in all major and minor keys. Although there are occasional cyclic performances of the two volumes, it has been found in practice that pianists make their individual selection of a smaller group from the total of 48 pieces and present them in their programs.

Hindemith's Ludus tonalis ("tonal game") of 1942 never gained the popularity of the broader public like Bach's work, but it represents a remarkable analogy to the Well-Tempered Clavier. Here too, twelve fugues are connected by eleven interludes, and framed by a Prelude and a Postludium. Unlike Bach, however, Hindemith does not apply the major and minor scales used over centuries, but his own rows, based on the individual basic tones of the chromatic scale. This is a way of sticking to "tonal thinking", but nevertheless, at the same time, a stimulating impression is created that is unfamiliar with the usual listening comprehension.

Following the movements from the Ludus tonalis and the Well-Tempered Clavier are two complete works by Bach and Hindemith. At first the third of the English Suites, which Bach probably composed in 1715, a few years before the Well-Tempered Clavier, and which demand at least as great a virtuosity from their performers as this. The title cannot be explained without doubt: A suspected reference to the English harpsichord at that time cannot be justified as much as a British commissioner. In terms of content, we encounter here a sequence of baroque dance forms, which follow an introductory Prélude, delighting and appealing to both players and listeners of the time as well as today through its familiar musical patterns.

Finally, another Hindemith work, which, as a matter of course and in a single piece, adds to the previous one: the Sonata for Piano No. 1 in A major. It originated in 1936 and received its inspiration from the Hölderlin poem "The Main" (meaning the German river Main): Perhaps also a conscious bow of the composer before the German culture, which at that time was already abused by the National Socialist regime in gross distortion. Like many intellectuals, Hindemith also left the country, so the work was primarily composed in Turkey. Musically, nothing points to a concrete interpretation of the text; on the contrary, one may also develop his own imaginative images of the music. And who knows, perhaps these images resemble what the interpreter thought during the recording and incorporated into his interpretation. 

Christian Heindl

01 Ludus tonalis Praeludium; Hindemith P. (3:36)

02 Ludus tonalis Fuga prima in C; Hindemith P. (3:19)

03 Wohltemp. Klavier I Praeludium II in c; Bach J. S. (1:34)

04 Wohltemp. Klavier I Fuga II in c; Bach J. S. (1:41)

05 Wohltemp. Klavier I Praeludium XVI in g; Bach J. S. (2:09)

06 Wohltemp. Klavier I Fuga XVI in g; Bach J. S. (2:07)

07 Ludus tonalis Interludium moderate with energy; Hindemith P. (1:27)

08 Ludus tonalis Fuga secunda in G; Hindemith P. (1:44)

09 Wohltemp. Klavier II Praeludium VI in d; Bach J. S. (2:07)

10 Wohltemp. Klavier II Fuga VI in d; Bach J. S. (2:06)

11 Wohltemp. Klavier II Praeludium II in c; Bach J. S. (2:40)

12 Wohltemp. Klavier II Fuga II in c; Bach J. S. (2:33)

13 Ludus tonalis Interludium Pastorale moderate; Hindemith P. (1:19)

14 Ludus tonalis Fuga tertia in F; Hindemith P. (2:43)

15 Englische Suite III Prélude; Bach J. S. (2:56)

16 Englische Suite III Allemande; Bach J. S. (3:18)

17 Englische Suite III Courante; Bach J. S. (2:41)

18 Englische Suite III Sarabande; Bach J. S. (3:16)

19 Englische Suite III Gavotte I & II; Bach J. S. (3:23)

20 Englische Suite III Gigue; Bach J. S. (1:47)

21 1. Sonate, I Ruhig bewegte Viertel; Hindemith P. (2:42)

22 1. Sonate, II Im Zeitmaß eines sehr langsamen Marsches; Hindemith P. (8:05)

23 1. Sonate, III Lebhaft; Hindemith P. (8:02)

24 1. Sonate, IV Ruhig bewegte Viertel; Hindemith P. (3:30)

25 1. Sonate, V Lebhaft; Hindemith P. (7:38)

(Gesamt/Total playing time: 79:24)

 

 

14.) QUIET MOMENTS (klaviermusik.at ff008, release 2016), EAN 0635131911569

       

 

„Quiet Moments“, das neue Album des österreichischen Jazz-Pianisten und Arztes Georg Weidinger

„Quiet Moments“ ist eine Sammlung ruhiger Solo-Klavierstücke aus den letzten zehn CDs von Georg Weidinger, alle von ihm gespielt und komponiert. Georg Weidinger ist den Meisten bekannt als der Bestseller Autor der  “Heilung der Mitte” (“The Healing of the Center”, Verlag: Ennsthaler, www.ennsthaler.at) und “Die chinesische Hausapotheke” (“The Chinese Medicine Chest”, Verlag: Goldmann- Random House, www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd). Doch er ist mehr: Arzt für Traditionelle Chinesische Medizin, Notarzt, Autor (mehrere Bücher, regelmäßige Kolumnen), Dozent, Yoga-Lehrer und vor allem Komponist und Pianist. In Österreich, seiner Heimat, genießt er einen Ruf als Jazz-Pianist und Interpret moderner Klavierliteratur des 20. Jahrhunderts., Die österreichische Jazz-Legende Adelhard Roidinger, mit dem er im Duo und Trio gespielt hat, hat ihn als den „experimentellen Keith Jarrett“ bezeichnet. Diese LP zeigt ihn von seiner ruhigen, einfühlsamen Seite. Jedes Stück spiegelt einen Teil seiner Persönlichkeit, einmal emotional, dann meditativ, immer aber der Ruhe und Entspannung verpflichtet. Die ideale Musik für die ruhigste Zeit des Jahres... Weitere Informationen über Georg Weidinger auf www.klaviermusik.at. „Quiet Moments“ ist digital und als Audio-CD erhältlich (Vertrieb: www.novamd.de). 

 

“Quiet Moments”, the new piano album by the Austrian Jazz pianist and medical doctor Georg Weidinger

 „Quiet Moments“ is a compilation of quiet piano solo pieces, all out of the last ten CDs of Georg Weidinger, played and composed by him. Most people associate with “Georg Weidinger” the well known author of “Die Heilung der Mitte” (“The Healing of the Center”, publisher: Ennsthaler, www.ennsthaler.at) and “Die chinesische Hausapotheke” (“The Chinese Medicine Chest”, publisher: Goldmann- Random House, www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd). But he is much more: medical doctor for Traditional Chinese Medicine, emergency doctor, author (several books and columns), teacher for medicine, Yoga-teacher, but especially composer and pianist. In Austria, his home country, he is well known as jazz pianist and pianist for modern piano music of the 20th century. The Austrian jazz legend Adelhard Roidinger, with whom he had played together in duo and trio formations, called him “the experimental Keith Jarrett”. This recording presents Georg Weidinger from his quiet and sensitive side. Every single piece shows a specific part of his personality, one emotional, the next meditative, always creating a quiet and relaxed mood. The ideal music for the quiet time of the year…. For further information about Georg Weidinger see www.klaviermusik.at. “Quiet Moments” is also available as audio-CD (distribution: www.novamd.de).

Seit frühester Kindheit bin ich auf der Suche nach Stille, nach ruhigen Momenten, “quiet moments“, nach Einfachheit, nach der Essenz des Lebens. Das Leben trieb mich stets voran, ich selbst immer auf der Suche nach meiner wahren Bestimmung. Das Klavier war immer ein Begleiter, ein Freund, nach all den Jahren der einzige Freund, der immer blieb...Auf dieser CD finden Sie alle meine „Momente-Stücke“- diese haben ein musikalisches Thema gemein, das mich seit etwa zwanzig Jahren begleitet.

Ich hoffe, mit dieser Zusammenstellung meiner Stücke in Ruhe und Stille angekommen zu sein...

 Since my early childhood I was constantly looking for peace and “quiet moments“, for simplicity, for the essence of my life, always seeking the reason of my existance...The piano was always there, the only friend who never changed...On this CD you find all my “moment-pieces“-they all share one musical idea that stick to me for about twenty years.

I hope this compilation of my piano solo pieces reflects my final arrival in silence and peacefulness...

Georg Weidinger, Forchtenstein am 20. August 2016

 

Georg Weidinger   piano solo   quiet moments

1.           one moment                                                           1:40

2.          romance                                                                    2:25

3.          just one moment                                                 4:29

4.          places                                                                         5:46

5.          fly (live)                                                                      8:54

6.         morning rain                                                           1:54

7.           quiet                                                                             5:00

8.          another moment                                                 9:45

9.         don´t be sad                                                           3:27

10.     kitsch (live)                                                            7:32

11.      love! (live)                                                               4:48

12.     just a moment                                                       2:32

13.     variation about one moment                      7:26

14.     it`s all 4 y                                                                  4:13

 

Running time: 70 minutes

 

All music composed by Georg Weidinger; produced and engineered by Georg Weidinger

Fotos “Bad Waltersdorf im Nebel“ © 2016 Georg Weidinger, fotos “Georg Weidinger“ © 2016 Sandra Weidinger

 

 

13.) new digital edition: dark side (ff003, 2016), EAN 0635131911576

                              

1. part one

2. part two

3. part three

4. part four

 

 

12.) new digital edition: obsessive piano two (ff002, 2016), EAN 0635131911590

                    

1. one moment (1:37)
2. prestissimo (4:09)
3. kitsch (7:38)
4. run! (3:42)
5. attack (2:54)
6. quiet (4:56)
7. obsessive one (6:48)
8. far away? (6:17)
9. why not (5:31)
10. blueslike (4:33)
11. continuum (5:36)
12. variation about one moment (7:26)

 

11.) new digital edition: obsessive piano one (ff001, 2016), EAN 0635131911583

                             

1. another moment (9:43)
2. tight (2:38)
3. nearly nothing (4:02)
4. fragment (1:32)
5. for I. (6:03)
6. up (2:55)
7. obsessive two (6:31)
8. places (5:44)
9. partita (7:01)
10. pulses (8:23)

11. farewell (4:52) 


10.) DIE MUSIK ZUR HEILUNG DER MITTE


Ennsthaler ISBN 978-3-85068-935-9, release April 2014
68 minutes

Diese Musik konnte nur genau zu dieser Zeit entstehen, in einer sehr fordernden Zeit meines, unseres Lebens. Am Ende des Jahres 2013, einem Jahr voller Veränderungen und Prüfungen, beruflich und privat, war die Musik meine Rettung, meine eigene Mitte wiederzufinden. Dabei war sie immer da, die Musik, all die Jahre, hat immer ihre schützende Hand über mich gehalten und dann im rechten Moment meine Hand genommen und mich zurück auf meinen Lebensweg geführt... Diese Musik, festgehalten auf dieser CD, möchte ich weitergeben und Ihnen schenken in dem Glauben, dass sie auch Ihnen Halt, Freude, Vertrauen und Hoffnung für eine gute glückliche Zukunft gibt!

Da es immer mein größter Traum als Musiker war, Filmmusik zu schreiben, hören Sie diese CD vielleicht als die Musik zu einem fiktiven Film, der ja dann in ihrer Fantasie entstehen kann...

Ihr

Georg Weidinger



Stücke:

1.     Just a man (Nur ein Mann)

2.     Spring awakening (Frühlingserwachen)

3.     Morning rain (Morgenregen)

4.     The cello sings (Das Cello singt)

5.     Elf (Elfe)

6.     Wake up! (Wach auf!)

7.     Don’t be sad (Sei nicht traurig)

8.     Heavy metal („Schwermetall“)

9.     Hold me! (Halte mich!)

10. Farewell (Abschied)

11. Romance (Romanze)

12. The bells (Die Glocken)

13. Flageolet (Flageolett)

14. The moon (Der Mond)

15. Om mani padme hum

16. Freedom (Freiheit)

17. Just a moment (Nur ein Moment)

18. A little game (Ein kleines Spiel)

19. Gayatri Mantra

20. Sunrise (Sonnenaufgang)

21. Two souls (Zwei Seelen)



Musik, Texte mit Ausnahme der Sanskrit-Mantras (Om mani padme hum und Gayatri Mantra), Klavier, Violoncello, Stimme, Gesang, Electronics, Technik und Aufnahme: Georg Weidinger

 

 



9.) BRIGHT SIDE  ORF-CD 3073 (erschienen/release 2009)

            

fly! (8:51)
dark side- the theme (19:01)
between dark and bright (5:49)
bright side (17:00)
minimal (5:50)
send in the clowns (5:45)
love! (4:48)


Gesamt: 67:26 Min.



recorded live 26th January 2007

at the Bösendorfer Concert Hall, Vienna



all pieces composed by Georg Weidinger

except track 6: “Send in the clowns” by Stephen Sondheim

from the musical “A Little Night Music”




Ein Paar Worte Über Die Musik
(Some Words About The Music):

“Fly!” (“fliege!”) für unseren Sohn Daniel (8:51)
Als Kind hatte ich einen immer wiederkehrenden wunderbaren Traum: ich 
bin gelaufen und gelaufen, immer schneller, bis der Boden unter 
meinen Füssen verschwunden ist und ich geflogen bin. “Fly” gibt 
dieses Gefühl wieder, wie ich abhebe von der Erde, über weite Felder 
und Wiesen fliege und dabei ein tiefes Glücksgefühl empfinde!
As a child I had this wonderful dream: I was running, faster and 
faster, until I left the ground behind. “Fly” wants to create 
this wonderful feeling, when flying over fields and just being happy!


“Dark side-the theme” (“die dunkle Seite-das Thema”) (19:01)
 “dark side” entstand im Juli 2000 und verarbeitet all das, was ich 
die Jahre davor erlebt habe, was ich davor komponiert habe, meine 
Erfahrungen als Interpret moderner Klavierliteratur steckt drinnen, 
ebenso wie die unzähligen Improvisationskonzerte, die ich die Jahre 
davor gespielt habe. “dark side” besteht aus fünfundsechzig Minuten,
die ich wie in Trance gespielt habe.
Heute weiss ich, dass es mein Opus Magnum, mein grosses Werk, ist, 
weil es alles auf den Punkt bringt, alles Überflüssige weglässt.
“Dark side-the theme” (“die dunkle Seite-das Thema) gibt die Essenz
des Stückes wieder, das Thema, um es hier im Kontext mit“bright side”
und “between dark &bright” als Suite zu präsentieren.
I wrote “dark side” in July 2000 and it reflects all the 
experiences of my life up to that moment, the music I had written and 
played so far, the concert-experiences I had gathered over 
the last few years, my idea of minimalism in both my life and music. All this made 
it possible that “dark side” came out of my fingers in one piece. 
“Dark side” is my Opus Magnum.
“Dark side-the theme” represents the essence of the piece, THE theme, which is presented in a context together with “bright 
side” and “between dark and bright” as a suite on this CD.


“between dark and bright” (“zwischen dunkel und hell”) (5:49)
ist im Jänner 2007, zusammen mit “bright side”, entstanden. Es soll 
als Brücke dienen, die Stimmung von “dark side” übernehmen und den 
Raum für “bright side” öffnen...
I wrote “between dark and bright”, together with “bright side”, in
January 2007. It is the bridge  between the two 
different worlds of dark and bright...


“bright side”
(“die helle Seite”) (17:00)
ist im Jänner 2007 entstanden und wurde, zusammen mit “between dark 
and bright”, bei dem hier aufgenommenen Konzert uraufgeführt.
Um zu “bright side” zu gelangen, habe ich einen langen Weg in meinem 
Leben zurückgelegt. “bright side”, der Form nach ein Rondo, 
vermittelt eine positive und lebensbejahende Stimmung und ist mein 
persönlicher “Dank an das Universum und unseren Schöpfer” für all
das Gute, das in den letzten Jahren in meinem Leben passiert ist! Aber 
verstehen kann man es erst, wenn man “dark side” gehört hat...
I wrote “bright side” in January 2007. On this CD you hear the first 
performance and recording of this piece (together with “beween dark 
and bright”).
“Bright side” is the result of a long way in my life.
“Bright side”,  a rondo, is my personal “Thank you” to the universe and our creator 
for all the good things that happened in my life in the last few years. But 
to fully understand this piece, you have to listen to “dark side” 
first...


“minimal” für Gabriele (5:50)


“send in the clowns”
(“schickt die Clowns rein”) für Pat (5:45)

“love!” (“liebe!”) für Franzl (4:48)
Mein Klavier wusste nicht, wo es hin sollte. Franzl hat es 
aufgenommen. Und als ich dann darauf gespielt habe, ist “love!” 
entstanden...
My piano did not know where to go, until Franzl gave it a home. 
I then played my piano and there it was: “love!”










8.) INTO THE LIGHT klaviermusik.at  ff007 (erschienen/release 2008)
concerto for piano, voice and live-electronics


                 

1. beginning (2:37)
2. night (10:00)
3. twilight (4:23)
4. sunrise (3:59)
5. good morning! (3:10)
6. the sun (5:31)
7. smile! (2:50)
8. clouds and rain (4:50)
9. sun again (3:23)
10. and the end... (2:55)
11. break (1:54)
12. da capo: love! (4:28)
total: 50:06 Min.


“This is a live recording,
with all the noises of a live recording,
to give you the feeling
that you are there
where the music is.
I am on stage, allone,
with the grand piano, my voice,
some “machines”,
and I ask the audience
to follow me
on a journey
into the light...(GW)”


for Lena, our sunshine


"Das ist eine Live-Aufnahme,
mit all den Geräuschen einer Live-Aufnahme,
um Euch das Gefühl zu geben,
dass Ihr dort seid,
wo die Musik ist.
Ich bin auf der Bühne, alleine,
mit dem Flügel, meiner Stimme,
ein paar "Maschinen",
und ich bitte das Publikum,
mich auf eine Reise
INS LICHT
zu begleiten...(GW)"


performed and recorded live 5th of Mai 2007
at the Dance Theater Maar in Perchtoldsdorf, Austria
all pieces composed and performed by
Georg Weidinger










7.) Quiet Nights Ö1, ORF-CD 377 (erschienen/release 2004)

                

1.) hey jude (6:36) (John Lennon)
2.) st.louis blues (9:42) (W. C. Handy, Hal Leonard)
3.) over the rainbow (5:12) (Harold Arlen)
4.) this is hollywood (7:00) (Georg Weidinger)
5.) when I fall in love (4:51) (Victor Popular Young)
6.) when I lost my baby (4:00) (Ivory Joe Hunter)
7.) just one moment (4:26) (Georg Weidinger)
8.) time after time (3:12) (Cynthia Lauper)
9.) I loves you porgy (4:16) (George Geshwin)
10.) it`s all for you (4:13) (Georg Weidinger)
gesamt 53:44


PRESSETEXT CD “quiet nights” (2004, ORF-Ö1)
Georg Weidinger, Klavier

Auf der CD “quiet nights” sind verschiedene bekannte Melodien zu hören: hey jude, st louis blues, over the rainbow, I loves you Porgy, when I fall in love, time after time, aber in einer Art und Weise gespielt, wie man es nicht kennt und nicht erwartet: Georg Weidinger umspielt die Melodie und spielt mit ihr, ohne Scheu, in aller Ruhe, lässt sich treiben, um ganz woanders zu landen und dann wieder zurückzukehren, ohne Widerspruch, ohne Konflikt, in Natürlichkeit und mit Humor, wie zum Beispiel bei dem Standard “when I fall in love”, der sich langsam in den Blues “when I lost my baby” verwandelt... Skuril und ungewöhlich auch der “St. Louis Blues”, den man normalerweise eher als Big Band-Version im Ohr hat, beginnt hier einstimmig, fügt sich dann in eine impressionistische Klanglandschaft, um dann doch noch den Bogen zum Blues zu schaffen. Dazu kommen noch Stücke von Georg Weidinger (“this is hollywood”, “it`s all for you”), die sich in die Stimmung der CD einfügen.

Die CD läd ein zum Innehalten, zum “Glücklichsein in diesem Moment”, zum “wunschlosen Wohlsein”, wie es der einstimmende Text von Hermann Hesse aus der Erzählung “Glück” sagt, wozu auch die zahlreichen wunderschönen Bilder der Fotografin Claudia Prieler im ausführlichen Booklet einladen.

On the CD "quiet nights" you find several well known melodies: hey jude, st louis blues, over the rainbow, I loves you Porgy, when I fall in love, time after time, but interpreted in a way, you do not expect, you haven`t heard before: Georg Weidinger plays with the melodies, without respect, in peace and with so much time, floats away in order to arrive somewhere else and thus to return, without contradiction, without a conflict, in harmony and with humour, like for example when the standard "when I fall in love" slowly transforms into the blues "when I lost my baby"...  Also uspecial the way the "St. Louis Blues" is performed: in our mind mostly as a big band version it souds here like a small impressionistic piece of art, but still with the memory of a blues...Aditionally you also find pieces from Georg Weidinger on this CD ("his is hollywood”, “it`s all for you”),that fit into the context and the mood of this recording.

This CD is an invitation to "being content in this very moment", to a well-being without the pressure of time, formulated in the text by Hermann Hesse from "Glück", found in the booklet, assisted by the numerous wonderful artistic fotographs from the fotographer Claudia Prieler, also found in the booklet of the CD.







6.) burn!, Konzert für Klavier und live-electronics        
klaviermusik.at ff006 (erschienen/release 2002)
concerto for piano and live-electronics



1. präludium (4:20) 2. piano percussion 01 (2:40) 3. tutti 01 (7:27) 4. choir 01 (9:02) 5. piano-metall sound 01 (4:04) 6. kettle-drum (7:10) 7. piano quiet theme (6:07) 8. tutti 02 (2:17) 9. piano (1:07) 10. choir 02 (3:27) 11. choir 03 (2:37) 12. cadence (5:54) 13. choir 04 (1:21) 14. tutti 03 (3:40) 15. postludium (2:09) ------total length: 63:27


“eine musikalische Traumreise”,
“...beginnt...das Klavier ganz allein...
in einer traurig melancholischen Stimmung.
Wie aus weiter Ferne vernimmt man ein Geräusch
man weiss noch nicht was passiert
man weiss, dass etwas passiert...”



DESCRIPTION OF “BURN!”

burn!  is a composed concept for me as the interpreter on my instrument.

This instrument consists of a grand piano with a live-electronic setup:
Two 49-keys keyboards are installed in the corpus in a way that they can easily be used while at the same time using the piano´s keyboard and the pedal and button- installation on the floor, a 19´rack on the left side with an analog mixer and a laptop computer on the top; in the rack two t.c. electronic fireworx effect processors, one t.c.electronic Mone hall processor and one Roland JV-2080 expanded synthesizer. The laptop only working as a sampler ( with short time samples ).


The idea was to create a simple setup which fits best the physiology and ergonomy of a lefthanded pianist, guaranteeing a hundred per cent real-time access to the music.


“the instrument”- (here still a hardware sampler instead of a laptop)
           
The idea behind the piece is to start in the conventional acoustic room of a grand piano (symbolizing “our world”) in a rather melancholic musical world. By means of a very quiet but fast and demanding rhythmical pattern- palpating the strings of the grand piano- the door to a different space ( “knocking at the door of a different world” ) is opened, like the very moment when you fall asleep ( in the Chinese tradition this is the moment where you get a hint of the other world, the one which is before and after our world, the one without seperation, everything beeing  qi without distinction of yin and yang…) and yet something starts massively, demanding one´s full attention, time being permanently changed through different rhythmical patterns in the backspace and thus not seizable, everything beeing one massive impression like a dream that overwhelms someone, getting the idea of the different elements in different materialisations- like fire- one of the five elements-, aggression- symbolizing the element wood in the Chinese tradition, sweet- a taste symbolizing the element earth, and so on

-and thus burn! meaning the reunion of all the five elements in their different appearances in one very moment to become qi, like e.g. aggression ( element wood ) makes someone light a fire ( element fire ) with the result of destruction/ ash ( element earth ), and someone else fears ( element water ) the fire, the nature arround being autumn and melancholic ( element metall ), and everything in one deep and massive and non distinguishable ( qi ) impression-

 In the end the grand piano, the real world, returns; timeless, non demanding melancholic sounds, looking back into this other world, but not seeing…

This poetic idea, being the overall formal structure, exists in both, burn!, which is the compositional concept for 62 minutes of live-performance, and  burn!- the piece, which is a 19 minutes- time-compression for a part time evening live-performance.











5.) Vienna Concert 2000, Extraplatte EX 476-2 (erschienen/release 2000)

                            

1. about dark side (23:10)
2. continuum & variation about one moment (11:41)
3. kitsch (7:29)
4. places & obsessive (7:21)
5. when I fall in love & when I lost my baby (7:04) (vicot young & eward heyman/ joe ivory hunter)
6. hey jude (4:00) (lennon/mccartney)
7. cool blues & meditation in f (7:36)
8. walking blues (5:10)

total length: 73:57

all pieces composed by georg weidinger except where indicated.


"You find it all here: blues ("cool blues", "walking blues", when I lost my baby") ,  modern ("about dark side", "continuum", "obsissive"), "poppy" jazz ("hey jude", "kitsch"), standards ("when I fall in love"), world ("variation about one moment", "places") and pure improvisations ("meditation in f"). That`s live-piano music at its best!"

""THE" CD to learn more about all the various aspects of Georg Weidinger`s way to play the piano..."


“JAZZ with roots  both  in the American blues as well as in European classical and contemporary music, showing the whole spectrum of what today`s jazz can be!”


“Georg Weidinger, ein “live-Spieler”, entfaltet seine ganze
Virtuosität und seine Klangwelten erst so richtig, wenn er auf der Bühne ist!”









4.) dark side   klaviermusik.at ff003 (erschienen/release 2000)

             

65 minutes, in one piece

"dark side was recorded in one piece, a concert without audience…
…there weren`t any tones changed or cuts made afterwards...
...a meditation on the piano to create a
consciousness expanding music
from a different world..."   
                                                      g.w.
“dark side wurde in einem Stück aufgenommen, ein Konzert ohne Publikum…
…es wurde kein Ton geändert oder geschnitten…
…eine Meditation am Klavier, die uns in eine andere Welt entführt,
eine Welt ohne Zeit…”
            g.w.
 

“…einerseits Reduktion, andererseits diese zeitliche Ausdehnung ohne Widerspruch…  … DAS zentrale Werk von Georg Weidinger…”
( Giselher Smekal, zeitton )

I recorded “dark side” two years after the “obsessive CDs”.
It was summer, it was hot and I recorded many jazz standards for some days (which were published on the CD “quiet nights” four Years later (!). Then I continued recording some blues and boogies. On the total I had been recording for about two weeks, the last days the blues and boogie and my mind and my body were showing the first signs of exhaustion..So one evening I was lying in the bath tube and sayed to myself: “and, that was it? blues and boogie? is that what you want for you? Now?” and I felt that something “wanted out” of me. So I left the bathtube, went into the recording room nearby, turned on the tape-recorder and played like in trance for 65 Minutes continiously. And with the last tone I knew the title: “dark side”. After these 65 Minutes I quit recording the blues and boogies and knew, that it all was just the environment” for “dark side”...



Ich habe "dark side" zwei Jahre nch den "obsessice" CDs aufgenommen:
Es war Sommer und sehr heiss und ich habe mehrere Tage hindurch Jazz-Standards aufgenommen (die übrigens vier Jahre später (!) auf der CD "quiet nights" veröffentlicht wurden). Dann waren da noch einige Blues und Boogies, die ich aufgenommen habe. Im Ganzen haben die Aufnahmen etwa zwei Wochen gedauert, zuletzt waren die Blues und die Boogies dran, und mein Körper und mein Geist zeigte die ersten deutlichen Anzeichen von Erschöpfung...Eines Abens, nach so einem Blues und Boogie Tag, lag ich in der Badewanne und fragte mich: "Ist es das, was du willst? Blues und Boogie? Wars das? Jetzt?" Und ich habe gespürt, dass da noch etwas ist, das raus wollte. Ich bin also aus der Badewanne aufgestanden, in den Aufnahmeraum daneben gegangen, hab Mischpult und DAT-Rekorder eingeschaltet und dann wie in Trance für 65 Minuten durchgespielt. Und mit dem letzten Ton hauchte ich dann auch noch den Titel: "dark side". Nach diesen 65 Minuten brach ich dann die restlichen Aufnahmen ab; ich wusste, dass die zwei Wochen Aufnehmen nur den Boden für "dark side" bereitet hatten..."




THE OBSESSIVE PIANO CDS:



3.) obsessive piano part one   klaviermusik.at ff001 (erschienen/release 1998)
                                                          
                       

1. one moment (1:37)
2. prestissimo (4:09)
3. kitsch (7:38)
4. run! (3:42)
5. attack (2:54)
6. quiet (4:56)
7. obsessive one (6:48)
8. far away? (6:17)
9. why not (5:31)
10. blueslike (4:33)
11. continuum (5:36)
12. variation about one moment (7:26)

total length: 61:37



2.) obsessive piano part two  klaviermusik.at ff002 (erschienen/release 1999)

                      

1. another moment (9:43)
2. tight (2:38)
3. nearly nothing (4:02)
4. fragment (1:32)
5. for I. (6:03)
6. up (2:55)
7. obsessive two (6:31)
8. places (5:44)
9. partita (7:01)
10. pulses (8:23)
11. farewell (4:52)

total length: 59:48

“Musik, die sich einer Kategorisierung entziehen möchte, mit Einflüssen aus moderner Musik, Jazz und “world music” ( G.W. )
“…eine Aufnahme mit musikalischer und technischer Perfektion…”
( Prof. Tamas Ungvary )
“…ausgereifter Musiker…” ( jazz zeit )

1998, when I recorded these two CDs, I was working as a doctor on a Cardiological ward in a public hospital in Vienna. This job was extremely demanding. All day- and night-time I spend there and except for sleeping and eating inbetween I did not do anything else. So I was really afraid to “loose my music” and I dicided to do these recordings, my first solo CDs, although or better because I did not find any time to practice the piano... I went into the studio only after nightshifts, that is to say, when I came into the studio at about 2 p.m. I had worked for 31 hours continiously before (...!...): I sat down in front of the piano, in this very special physical and mental condition you have, when not having slept the night before, and played and played and played, each time for about two to three hours, and then, totally exhausted, went to bed to sleep until to next morning. I did so for several weeks, until I had the feeling that for that moment I did not have anithing else to say...then it took me several months to listen to this sound material and to find out, where and which the pieces were I wanted to put on the CDs.

The “Obsessive CDs” are my first solo-CDs and they are somehow perfect for me, musically and technically speaking. As no label was interested in a “no name” at that time, I published the CDs in my own label and played these pieces many many times live in concert.




1998, als ich diese zwei CDs aufgenommen habe, war ich als Arzt in Ausbildung auf der Cardiologischen Abteilung eines Wiener Gemeindespitals tätig. Diese Tätigkeit war für mich unglaublich fordernd. Bis auf Essen und Schlafen und dort Arbeiten hab ich in dieser Zeit nichts anderes gemacht. Ich hatte Angst, meine Musik "zu verlieren" und so entschloss ich mich, gerade in dieser Zeit meine ersten Solo-CDs aufzunehmen, und eigentlich hatte ich ja gar keine Zeit Klavier zu üben, oder aber auch gerade weil ich gar keine Zeit hatte Klavier zu üben,..., Ich ging ins Studio, an den Flügel, IMMER NACH Nachtdiensten, das heisst, ich hatte davor jeweils 31 Stunden gearbeitet, fast nicht oder gar nicht geschlafen...ich begann mit den Aufnahmen immer etwa um 14 Uhr und spielte, in diesem sehr speziellen Zustand, für etwa zwei bis drei Stunden, spielte und spielte, um danach, vollkommen erschöpft, ins Bett zu fallen und bis zum nächsten Morgen zu schlafen. So ging das für ein paar Wochen, bis zu dem Zeitpunkt, da ich wusste, dass ich jetzt nichts mehr zu sagen hatte...danach habe ich mir mehrere Monate Zeit genommen, um in aller Ruhe das Material zu studieren und die Stücke darin zu entdecken, die ich dann auf die zwei CDs packen wollte.

Die "Obsessive" CDs sind meine ersten Solo-CDs und für mich heute noch ein Meilenstein und meine Messlatte, was meine Technik und meine Konzentration in der Komposition betrifft. Da sich zu dieser Zeit keine Plattenfirma für einen "no Name" wie mich interessierte, ich ich mein eigenes Label gegründet (anfänglich "flat field", dann "klaviermusik"), um meine Musik veröffentlichen zu können. Die Stücke dieser CDs begleiten mich seit ihrer Entstehung und ich habe sie viele viele Male in Konzerten gespielt.






1.) 95-99  klaviermusik.at ff004 (erschienen/release 2009)

Verschränkungen (Zyklus für Sopran und Klavier)

1. präludium
2. oder
3. zwei tänzer
4. interludium
5. nachtblumenduft
6. die zeit der gräser
7. bei jedem schritt
8. weiße häuser
9. scherbenhaufen
10. alles leben
11. interludium
12. ruht
13. deine großen kleinen hände
14. einatmen
15. sonnengeflecht
16. interludium
17. nicht
18. schreit!
19. vergessen + postludium

Sopran: Enikö Butkai
Klavier: Irene Gernert

20. dunkelsein (1998)
21. momente (1997)
22. requiem (1996)
23. odyssee (1999)

“Verschränkungen”
One day I went into a book-shop, just looking around for new books, reading a little here and there, when I discovered occasionally the book of poems “Verschränkungen” by Renate Lerperger. In that very moment I knew I had to create the music round some of these poems. The next days I simply called Renate Lerperger and we arranged a meeting in her flat. At that time Renate had at least 5 cats and I am terribly allergic against cats. Nevertheless I met her at her place and asked her to read a selection of her poems to me, which I recorded an minidisc. At home I listened to ths recording over and over again, for many week, and then the songs came into being very fastly. “Verschränkungen is a collection of 20 short songs (on the whole 20 to 23 minutes) for Soprano and piano, both “instruments” on the same musical level.

“Dunkelsein“ ( spring 1999, 9 minutes 10 seconds, Radiophonic Electroacoustic Music- to be performed live with live electronics or played from CD or DAT )
This piece was produced at my own studio flat field art productions in Wittau, Lower Austria.
The initial idea of creating Dunkelsein was to prepare a piece, which on one hand can be performed completely live, on the other hand with the live instrument the piece can exactly be explained to an audience in a concert or in the radio ( demonstrating all the different sounds, the way of playing the keyboards and all the facilities to influence the sound in real time ) before performing “Dunkelsein“ live or from tape. The huge advantage of this sort of concerts is, that the audience learns, how a piece is made, how the composer thinks and thus gains an approach to “new music“.

I especially favour the radio as the ideal platform for electroacoustic music, as you can fully concentrate on the music without being irritated that there is probably not very much going on on the stage…
In the pre-TV era radio dramas were very popular and often a way for an artist to access an audience and to confront it with modern art.
As these dramas were often performed live and thus much more exciting through real time transmission, I believe that live performance of electroacoustic music in the radio would show that “our“ music as well can be real time and that this live feeling can all right be felt!
For Dunkelsein I used a transportable live set up - as a pianist my live set up is keyboard-orientated - with complex Midi parameter control-facilities : 11 sliders, 4 wheels, 4 pedals, several push buttons, 2 keyboards ( Korg SgproX, Roland PC-180 ), a Midi-interface ( Emagic Unitor 8 ). The sound generators: a sampler  ( Yamaha A 3000 ), a synthesizer ( Roland JV-2080 with expansions ) and an effect processor ( t. c. electronic Fireworx ).
 For Dunkelsein I used about 160 different samples and sounds (  there were often several sounds put on one key e.g. one sample on the aftertouch; depending on the filter-quality which sound is to be heard; etc. ). Every single sound is influenced real time ( parameters e.g. filter-sort,-quality,-%,-gain; panorama; sound polyphony, reverb, delay, parameters of all the different effect programs, etc.).
The samples and sounds are strictly performed according to an overall structure with keypoints like the different voices, the “heart beat“, which comes and goes, or the kettle-drums.
The piece begins archaic with the sounds of a kettle-drum- some kind of rhythm springs up- leading over to a hectic heart beat- openig up a space - voice: “Nenn ich Dich Anfang oder Untergang“-“Durch all mein Dunkelsein“ ( “do I call you beginnig or ending“- “through all my dark side“ ) -which leads over to something new - mostly presented by beats from the today`s “beat generation“, which is also an important part of our nowadays culture; and partly extreme distortion of the sound ( alienation ) -.
In the end the voice returns, hortatory, only accompanied by one piano beat- a senseless continuum of all the hectic rhythms before.
The material used: Oskar Werner reading two short quotations from Rainer Maria Rilke, words from Renate Lerperger out of her poems Verschränkungen, my own voice, choir fragments from my choir-piece Amen, fragments from my orchestral piece Lautes Schweigen 2, diverse samples ( beats from sample-CDs or self-generated on diverse drum-computers ); sounds from the Yamaha SY 99 synthesizer, Roland JV-2080 synthesizer, diverse noises, piano sounds, voices from the radio.
This material was processed in my G3 Apple Macintosh computer with the following software: ProTools, SoundDesigner II, Logic Audio, Cubase with multiple plugIns, M, Max, GRM tools, peak, hyperprism, audio skulpt ) .


"Momente" ( spring 1998, 8 minutes, CD, Radiophonic Electroacoustic Music, Winner of the "XX. International Luigi Russolo Competition " Italy 1998 )
This piece was produced at my own studio and at the Institut für Elektroakustik und Experimentelle Musik der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien.
1997 I wrote a cycle for soprano and piano to poems of the  Austrian author Renate Lerperger, "Verschränkungen", published in my own edition. Right from the beginning I intended to use the material to create an " electro-acoustic poem ", using the very emotional poems which Renate Lerperger read for me on a recording, recordings from the songs sang by the Austrian- Hungarian singer Enikö Butkai,  the poems spoken by the Austrian Pianist Irene Gernert, my own voice, an improvisation on the piano, diverse noises, samples, sounds from the SY 99 synthesizer as the basic material.
This material was processed in my G3 Apple Macintosh computer ( software: ProTools, SoundDesigner II, Logic Audio, Cubase with multiple plugIns, M, Max, GRM tools, peak, hyperprism, audio skulpt ) and constructed according to the overall algorithmic structure, which consists of several on one hand unflexible rhythms, on the other hand permanently modulated and processed rhythmical lines.

The content is dominated by the poem,
Momente des Weder- Noch:
nicht zurück,
nicht vor,
nicht leben,
nicht sterben wollen,
                                                                                                        which in the end is transformed into an anachronistic jodeling.
The idea of "Momente" is to create pictures in ones mind, the electronic ( and its esthetic ) being partly " invisible", partly very dominant and distorting the natural voices, according to the overall concept of "moments" ( " moments of neither- nor: not forward, not backward, not wanting to live, not wanting to die " ).

This piece is specially written to be transmitted by the radio. The best result for the listener is achieved when listening with good headphones. The piece tells a story which differs from listener to listener, depending on how the concrete images are put together in his imagination. Even if the language is not understood, the sound and the rhythm of the language is very clear and leaves the audience with a very deep impression.



"requiem" for stereo DAT ( 44,1kHz ): lenght: 10´17; may 1996
Winner of the "XVIII. International Luigi Russolo Competition " Italy 1996
I worked for about half a year on this piece. With the help of the computer I could finally realize the ideas I had for many years for a requiem.
The structure is mainly based on the traditional form for this kind of composition. I am especially moved by the positive thinking at the end.
"requiem" starts with an end, with desperation of a lonesome voice; breathing is very hard, but it has to continue; thoughts glide into a sacral space, not bound by any kind of materialisation; " die Sprache braucht keinen Körper" ( "words do not need materialisation" ); gradually there is a transformation of voice into an instrumental sound, into brutality, the words " requiem aeternam ..." following for a long time; in the end giving space to words of sadness and despair, presented with a monotonous voice; there remains the idea of life, in spite of all the pain and death, there is a future.
The piece describes a path you cannot walk back, but there is life at the end...

"requiem" was produced at the Institut für Elektroakustik und Experimentelle Musik der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. The material: my own breath and voice, the voice of Irene Gernert- an Austrian pianist-, the voice of Norbert Sterk- a therapist for logopedia-, concrete material ( a bouncing tabletennis ball, rasping tiles, and so on ), sounds of the Yamaha SY-99-synthesizer, metronoms, a string sound from Kraanerg by I. Xenakis, a very short quotation from "Magnificat" by A. Pärt- a very short quotation from "Amen" by H. Gorecki- both transformed and processed in the computer, sounds of my own orchestral piece "Lautes Schweigen 2". As a text I used abstracts from "Der Atem" by Thomas Bernhard and some own phrases.
I worked with ProTools, GRM-Tools, Sounddesigner II ( in the end I only used the processed material for the background and as a "filling" ).

“ODYSSEE”
microtonal clouds of sound to give you the feeling of the universe, somewhere between the planets, cold, incredible dimensions, extreme intensity of the light, withthe hope of returning home....... .


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